BIRD ISLAND
 
 
 
 

Peter A. Krobath


Peter A. Krobath



Beiträge von Peter A. Krobath

 
 12. Juli 2010

Junge Weltveränderer gesucht! Von 17. - 22. August

“Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht genug für jedermanns Gier.” - Mahatma Gandhi

josef kreitmayer von getactiveManche meinen ja, wir müssten noch ärgere Finanzkrisen, Umweltkatastrophen und Umwelt-Kriege abwarten, bis die Menschen zu einem respektvollen und gerechten Umgang mit der Natur (also auch mit ihresgleichen und sich selbst) finden. Andere meinen, es ist höchste Zeit, damit anzufangen, eine nachhaltige Welt aufzubauen. Zum Beispiel die Leute von Get Active. Und da ein solches Projekt nur ein gemeinschaftliches sein kann, laden sie vom 17. bis 22. August engagierte junge Leute von 16 bis 30 ins steirische Eisenerz ein, neue Ideen und Fähigkeiten kennen zu lernen und gemeinsame Schritte in eine positive Zukunft zu setzen. Neben Workshops und eigenständigen Projektentwicklungen bleibt dabei natürlich auch genug Raum für Sich-Kennenlernen, Spaß und Bewegung. 

Infos und Anmeldung unter: www.getactive.co.at

 
 02. Juni 2010

Betteln – Interdiziplinärer Workshop 11. + 12. Juni

Die Banken haben über ihre Verhältnisse gelebt - nun wird uns eingeredet, dass wir das alle getan hätten. Die Gewinne für wenige, die Verluste für alle – das Spiel ist nicht neu. Und es hat absehbare Folgen. Arme, Obdachlose und Bettler in den europäischen Metropolen nehmen zu. Und viele Städte reagieren nun darauf mit einem einfachen Rezept: Aus den Augen, aus dem Sinn. Der Schein der heilen Konsumwelt soll mit Hilfe der Architektur und der Polizei aufrecht erhalten werden. Also gestaltet man den öffentlichen Raum um und beschließt Gesetze, mit denen Obdachlose und Bettler vertrieben werden können. Zuletzt geschehen in Wien. Wobei sich die Politiker in der Argumentation für Bettelverbote bei alten Vorurteilen gegen Roma und Sinti bedienen und somit einen neu aufkeimenden Antiziganismus fördern.
Am 11. und 12. Juni veranstaltet das Institut für Moraltheologie im Hauptgebäude der Universität Wien (Stiege 8, 2. Stock) einen interdisziplinären Workshop zum Thema Betteln in Wien, bei dem ExpertInnen aus unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen (Rechtswissenschaft, Soziologie, Politikwissenschaft, Theologie, Philosophie, Geschichte, …) erstmals Beiträge zum Thema Betteln präsentieren und gemeinsam mit dem Publikum diskutieren. Die aktuellen Entwicklungen in Wien werden dabei ebenso diskutiert wie historische Entwicklungen, rechtliche Fragen oder die Erfahrungen, die die Vinzenzgemeinschaft Graz in der Unterstützung bettelnder Menschen gemacht hat.
Mehr darüber: www.bettellobbywien.wordpress.com

 
 10. April 2010

Ökologischer Fußabdruck - MultiplikatorInnen Schulung 23.-25.4.

logo-footprint

Würden alle Menschen so leben wie wir in den reicheren Ländern, so bräuchten wir fast drei Planeten der Qualität der Erde. Wir haben jedoch nur einen! Dies ist die Kernbotschaft des Konzeptes vom ökologischen Fußabdruck.
Die wirkungsvollsten Maßnahmen um den persönlichen Footprint zu reduzieren werden in einem Verständnis für globale Verantwortung erarbeitet. Bereiche Ernährung, Wohnen, Mobilität und Konsum werden dabei berücksichtigt.
Freude am Leben und der Traum von einem guten Leben ist Weg und Ziel zugleich.
Die nächste Schulung für Footprint-MultupikatorInnen findet von Freitag (23. April abends) bis Sonntag (25. April, 14 Uhr) in der Hans Nemec Hütte in Gießhübl bei Wien statt. Die Themen reichen von “Globalen Zusammenhängen” bis zu “Maßnahmen von Einzelpersonen und Gemeinden”.

Referenten: Wolfgang Pekny, Michael Schwingshackl und Josef Kreitmayer

Information und Anmeldung: http://footprintfortbildung.wordpress.com/

 
 02. März 2010

Als sie die Autos zurückpfiffen

Ein spontaner Tagtraum anlässlich des Trends, Autos zurückzuholen

l-wagerl-leerAls die Autohersteller der Welt alle Autos zurückpfiffen, die fahrenden und die parkenden, die alten stinkenden und die neuen hybriden, begriffen wir allmählich, dass die Stadt zwischen den Häusern uns gehörte, und da und dort und anderswo wuchsen die Wohnräume und Spielplätze und Gärten auf die Straße hinaus.
In der Neustiftgasse spannten wir Wäscheleinen über die Fahrbahn. Am Schottenring zogen wir Tomaten, griffbereit. Auf der Praterstraße legten wir Boccia-Bahnen an. Am Gaudenzdorfergürtel bauten wir einen kilometerlangen Skaterinnen-Parcour. In der Berggasse experimentierten wir mit einer Ganzjahres-Rodelbahn und donnerten todestriebig in die Porzellangasse. In der Stumpergasse halfen wir einem Wildbach an die Erdoberfläche. Am Europaplatz managten wir eine Allmende mit zwei Dutzend Ochsen. Am Stillfriedplatz pflanzten wir einen Wald.
Wir gewöhnten uns an, unter den Bäumen der Schüttelstraße und der Hadikgasse eine Siesta abzuhalten. Auf die Linke Wienzeile und auf die Rechte Wienzeile schrieben wir täglich neue Gedichte, die man noch vom fünften Stock aus lesen konnte. Bei schönem Wetter weiterlesen… »

Kommentar: 1
 
 02. März 2010

Gut leben ohne nix

gotz-pfeilbogenÜberlebenstraining, Prekariats-Kabarett, Kunstperformance und Kochkurs – was Götz Bury in der Show „Gut leben ohne nix“ seinem Publikum bietet ist eine weltweit einzigartige Mischung. Der Wiener Künstler zeigt, wie man aus seinem letzten Hemd und einem alten Putzlappen, ein passendes (Koch-) Outfit in Anlehnung an den legendären Paul Bocuse zaubert, wie man sich aus alten Skiern Pfeil und Bogen bastelt, um im Park einen Festtagsbraten zu schießen, oder aus einer Blechdose einen Herd zimmert, auf dem das erlegte Täubchen oder Entlein geschmort wird. Das Schleifen eines Messers aus einem Stück Küchenspüle steht ebenso auf dem Programm wie das Brauen von Dünnbier (leider unter Umgehung des Reinheitsgebotes von 1516) oder das Backen von Sägemehlbrot. Die Besucherinnen werden natürlich durch Kostproben verwöhnt. Zum Abschluss können beim Paffen von selbstgestopften Ziehgaretten aus Laub und Gras Erfahrungen ausgetauscht werden. – Ein überaus nahrhafter, unterhaltsamer und lehrreicher Abend!
Nächster Termin: 10. März, 20 Uhr, garageX/Theater Petersplatz, Marc Aurel Straße 3/6, A-1010 Wien, Tel.: 01/535 32 00

 
 18. Februar 2010

Feinstaubbelastung alarmierend!

feinstaubDie Feinstaubbelastung in Österreich ist heuer alarmierend hoch, betont der VCÖ (Verkehrsclub Österreich). Das Jahr ist erst sieben Wochen alt und bereits in vier Städten Österreichs, darunter auch in Wien, wurde der Jahresgrenzwert überschritten! Die höchste Belastung weisen Graz und Leibnitz auf. Österreich droht ein Vertragsverletzungsverfahren mit empfindlichen Geldstrafen.
An 36 Tagen wurde an der Messstelle Graz Süd der Feinstaub-Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft überschritten, somit auch der EU-Jahresgrenzwert, der maximal 35 Tage mit zu hoher Feinstaubbelastung erlaubt. In Leibnitz war bereits an 37 Tagen zu viel Feinstaub in der Luft. In Wien und Innsbruck wurde der österreichische Grenzwert, nach dem 25 Tage mit Überschreitungen pro Jahr erlaubt sind, überschritten, und das bereits Mitte Februar.
„Die hohen Feinstaubwerte sind eine enorme Belastung für die Gesundheit der Bevölkerung, vor allem Kinder leiden. Um die Luftqualität zu verbessern, ist es nötig, den Kfz-Verkehr zu verringern. Die Gesundheit der Menschen muss Vorrang haben“, betont VCÖ-Experte Blum.

 
 09. Februar 2010

Riskantes Geo-Engineering

pat-mooneyDas Scheitern der Klimakonferenz in Kopenhagen bringt nun Leuten Aufwind, die mechanistische Lösungen des Problems anstreben. Und wer wachelt mit dem Geld für ihre riskanten Experimente? Regierungen und Lobbies, die unbedingt folgende Hoffnung am Leben erhalten wollen: Wenn es funktioniert, können wir so weiter wirtschaften und konsumieren wie bisher.
Geo-Engeneering heißt der Zauberlehrling, mit dem das ermöglicht werden soll. Die Rede ist von großflächigen Eingriffen in geochemische und biogeochemische Kreisläufe, in Ozeane, Erdatmosphäre und Boden. In einem Interview in der taz warnt nun der kanadische Alternativnobelpreisträger Pat Mooney vor diesen absurden Plänen:
„Die furchterregendsten sind wohl jene, mit denen die Veränderungen in der Stratosphäre angestrebt werden. Man pustet Schwefel oder Salz hinauf, um durch künstliche Wolkenbildung die Temperatur zu senken. (…) Selbst wenn durch Interventionen in die Stratosphäre die Temperaturen in den gemäßigten Zonen um zwei Grad sinken würden, sind Auswirkungen auf Tropengebiete wahrscheinlich, etwa Dürren in Indien oder in der Sahelzone.“

 
 07. Februar 2010

Klospülung mit Schweiß

Spinnrad als Kraftwerk

Spinnrad als Kraftwerk

Jahrzehntelang beschäftigte sich die Industrie mit der Abschaffung manueller Arbeiten und Fertigkeiten, tüftelte am vollautomatischen Arbeitsplatz und Haushalt. Die dadurch überflüssig gewordenen Bewegungen und Fingerkünste verkaufte man uns dann als Fitnesstraining und Heimwerker-Hobbies. Nun sorgen die Probleme mit Ressourcen und Klimawandel für ein Comeback von muskelkraftbetriebenen Geräten, aber in Verbindung mit moderner Technologie. Teils spielerisch:
Tanzboden- und Gehsteigplatten, welche zumindest die Lichtanlage der Disco oder der Bushaltestelle mit Energie versorgen. Oder noch kurioser: Im Berliner ‚Club Watt’ will man künftig die Klospülungen mit dem Schweiß der Partymeute betreiben, der als Kondenswasser an der Decke gesammelt wird.
Es sind bereits weiterlesen… »

 
 01. Februar 2010

Fair Flowers - Vortrag + Diskussion am Do, 4. Feb., 19 Uhr

fair-flowersMit der Kampagne „Fair flowers - Mit Blumen für Menschenrechte“ macht FIAN Österreich gemeinsam mit Partnerorganisationen auf die katastrophalen Arbeitsbedingungen in der Schnittblumenindustrie in den Ländern des Südens aufmerksam und versucht das Bewusstsein über faire Kaufalternativen zu stärken. Zwei Delegierte aus Simbabwe schildern die Situation in ihrem Land, danach werden Möglichkeiten einer Produktion unter menschenwürdigen Bedingungen diskutiert, etwa durch Gütesiegelprogramme wie das „Flower Label Program“ (FLP).
Wann und Wo:
Donnerstag, 4. Februar 2010, 19:00 Uhr
im Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien
Wer ist FIAN:
FIAN setzt sich für Personen und Gruppen ein, die bei Verletzungen ihres Rechts auf Ernährung nicht stark genug sind, ihre Interessen alleine zu vertreten: Kleinbauern, Kleinpächter, Landarbeiter, Landlose, von Frauen geführte Familien. – www.fian.at

 
 21. Januar 2010

Ende der Märchenstunde

marchenstunde„Lifestyle of Health and Substainability“, kurz LOHAS, heißt der neogrüne Shopping-Trend. „Moralische Hedonisten“ aus der gut verdienenden Bildungselite zelebrieren ethischen Konsum: Sie kaufen fair gehandelte Lebensmittel, gehen in Schuhen aus totgestreichelten Kobe-Rindern herum und zahlen pro Flugticket einen Beitrag für den Regenwald. Eine Bewegung zur Weltverbesserung?
„Ein Befindlichkeitsumweltschutz, der nicht wehtut oder gar einschränkt, der nicht nach allgemeingültigen Lösungen sucht, sondern individuelle Erlösung verspricht“, kritisiert Kathrin Hartmann in ihrem Buch „Ende der Märchenstunde“. Denn was nützt es, wenn ein Konzern wie Danone pro verkaufte Flasche Brunnenwasser für Äthiopien spendet und sich auf der anderen Seite für die Privatisierung von Wasser stark macht?
Das Buch führt den Lifestyle-Ökos in zahlreichen Beispielen vor Augen, dass sie letztendlich nur dem guten Gewissen und der Zementierung eines falschen Systems dienen. Und fordert sie zu politischen Engagement auf: „Wir sollten uns also lieber wieder an Bäume ketten, anstatt von Autokonzernen welche pflanzen zu lassen.“
Buch: Kathrin Hartmann, „Ende der Märchenstunde“, Blessing Verlag