15. Februar 2010

Eine Nonne, die einen Priester küsst – “Kissing nun” von Oliviero Toscani, fotografiert für die Kampagne von Benetton, löste 1992 einen Skandal aus und wurde letztendlich von den italienischen Behörden auf Druck des Vatikans verboten. Viele Bilder, die einst schockierten, lassen uns heute allerdings kalt. Andere wiederum, haben nichts von ihrer Bildgewalt eingebüsst. Zahlreich sind die Polemiken aus der Geschichte der Fotografie seit 1839. Das Kunsthaus Wien zeigt ab 4. März in der Ausstellung “Kontroversen” 100 Bilder, die für Gesprächstoff sorg(t)en. Die schockierende Schau ist nicht ganz jugendfrei: Zu sehen sind unter anderem Aufnahmen von Sterbenden, Leichenteilen, hungernden Kindern oder Lolitas. Es ist eine Ausstellung, die Grenzen auslotet; Grenzen der Meinungsfreiheit, Grenzen des Rechts am eigenen Bild und Grenzen des Rechts auf Privatsphäre.
“Kontroversen. Justiz, Ethik und Fotografie”, ab 4. März im Kunsthaus Wien
15. Februar 2010
Kinderlachen, Schmäh und Konzentration. Maximal acht Kinder sind in der Gruppe, wenn im Kinder- und Jugend-Atelier VOLLBUNT das bunte Treiben anfängt. Eine Stunde dauert der Kurs, bei den Jüngsten (1 ½ bis 3 Jahre) sind die Mütter mit dabei. „Am Beginn der Stunde steht die Konzentration, mit Pinsel und Farbe wird die Feinmotorik geübt – ohne dass die Kinder das wissen“, erzählt Michaela Wistawel (41), die Vollbunt vor drei Jahren gegründet hat. Die Kunst- und Gestaltungstherapeutin lehrt in der Folge den Kindern jeweils eine neue Technik, erklärt kindergerecht die Farblehre, das Arbeiten mit Perspektive und wie man Sachen richtig ins Bild setzt. Auch der Umgang mit Materialien will gelernt sein. Den Kindern bei VOLLBUNT macht das größte Freude, neben dem Malspaß steht das soziale Lernen im Vordergrund. „Besonders beliebt sind Geburtagsworkshops“, weiß Michaela Wistawel. Da können die Kinder ihre Freunde zum gemeinsamen Malen und Basteln einladen, die mitgebrachte Torte verzehren und sich vergnügen – bis sie nach zweieinhalb Stunden wieder von den Eltern abgeholt werden.
Kontakt:
VOLLBUNT, Michaela Wistawel, Große Neugasse 32-34, 1040 Wien
Tel.: 0664/488 68 74 . Mail: michaela@wistawel.com
Homepage mit aktuellen Kursterminen: www.vollbunt.at
Ab Februar gibt es ein neues Programm. Telefonische Anmeldung erbeten.
11. Januar 2010
Im Haus der Völker im Tiroler Schwaz gehts derzeit chinesisch zu. “Das Erbe Chinas” heißt eine Sonderausstellung, die seit gestern (10. Jänner) und noch bis 2. Mai 2010 zu sehen ist. Fernab der bekannten Schätze aus Tempeln und Kulturstädten führt die Ausstellung und zeigt Holzskulpturne und Steinobjekte von der Gandhara-Zeit bis in die Ming-Periode. Auch die an China grenzenden Länder werden bedacht und gezeigt, wie sich in entfernt liegenden Tempeln bedeutende Kunstwerke über die enormen Zerstörungen durch die chinesische Kulturrevolution gerettet haben. Unser Tipp: Hingehen!
01. September 2009
Der zeitgenössischen Indischen Kunst widmet sich das Essl Museum in den nächsten zwei Monaten. Bis zum 1. November werden hier Werke von indischen Künstlern gezeigt, die sich mit ihrer Gesellschaft und ihrer Zeit auseinander setzen. „Chalo! india“ heißt das Ganze, „Chalo” bedeutet soviel wie „Los gehts”. Los geht die Ausstellung morgen, 2. September. Am 4. September gibt es von 10:30 bis 17:00 ein Internationales Symposium in Anwesenheit der Künstler (wie zB Thukral & Tagra, von denen das Werk „Phantom IX-B”, siehe Bild, stammt). Und am 12. und 13. September jeweils von 10 bis 20 Uhr stehen beim Idienfest die Türen des Museums offen.
Übrigens: für schnell Entschlossene: Heute (1. September) um 19:30 wird die Ausstellung eröffnet. Im Essl Museum, Kunst der Gegenwart. An der Donau-Au 1, 3400 Klosterneuburg.
25. Juli 2009
Erstmals beziehen von 1. - 6. August Künstler die Tipis in der Tierwelt Herberstein. Sechs Tage und fünf Nächte hören sie die Wölfe heulen, anderes nachtaktives Getier lässt schauriges Getrampel los und stößt unverwechselbare Schmatzlaute und gellende Schreie aus.
Die Location ist wie gemacht für eine Horde furchtloser Künstler. Hier ist vor allem der Wille gefragt mit den tierischen Mitbewohnern auf gleich zu kommen, wenn erst mal der Schlüssel im Schloss der Tierparkumzäunung endgültig umgedreht wurde. Und alle Lichter ausgehen, die Nacht anbricht und die Tiere erwachen.
Sind auch Geparden, Löwen, Affen, Bären kreativ?
Was werden Sie zu ihren neuen Mitbewohnern sagen?
Wird es ungeahnte Hungerattacken im Löwengehege geben oder werden die Künstler einen Weg finden, sich mit ihren fauchenden Nachbarn zu arrangieren? Die teilnehmenden Künstler:
Die Linzer Schauspielerin und Sängerin Maxi Blaha im Duo mit Franzobel. Der junge bildende Künstler und Nitsch-Akteur Florian Lang. Der Allroundkünstler Herbert Christian Stöger. Literatin, Philosophin und Tierfreundin Monika Wogrolly.